Die meisten Websites, die bei mir in der Sprechstunde landen, sind nicht kaputt. Sie arbeiten nur nicht. Der Unterschied ist entscheidend: Eine Seite, die online ist, kostet Geld. Eine Seite, die arbeitet, bringt Anfragen. Mit diesen sieben Fragen findest du in einer Minute heraus, in welcher Kategorie deine Website gerade steckt.
1. Lädt die Seite unter drei Sekunden?
Lange Ladezeiten kosten Besucher, bevor sie überhaupt gesehen haben, was du anbietest. Gib deine Adresse bei Google PageSpeed Insights ein. Alles im grünen Bereich? Weiter. Rot oder orange? Meist sind es zu große Bilder, zu viele Plugins oder ein billiges Hosting. Das lässt sich fast immer in ein, zwei Stunden beheben – und zu viele Plugins sind nebenbei auch der häufigste Grund, warum WordPress-Updates schiefgehen.
2. Hast du sie auf dem Handy getestet?
Über 70 Prozent deiner Besucher kommen mobil. Wenn dort der Text zu klein ist, das Menü nicht aufgeht oder das Kontaktformular nicht funktioniert, sind sie weg – und du merkst es nicht, weil du deine Seite nur am Rechner anschaust. Nimm dein Handy, ruf die Seite auf, klick dich bis zur Anfrage durch.
3. Versteht man in fünf Sekunden, was du anbietest?
Fünf Sekunden entscheiden, ob jemand bleibt. Zeig deine Startseite jemandem, der dein Unternehmen nicht kennt, und frag nach fünf Sekunden: Was macht die Firma, für wen, und wo? Kommt eine klare Antwort, ist der erste Eindruck gut. Kommt „irgendwas mit Beratung“, fehlt eine klare Headline.
4. Gibt es einen klaren Call-to-Action?
Jede Seite braucht ein klares „Jetzt anfragen“ – nicht fünf verschiedene. Wenn ein Besucher zwischen Newsletter, Social-Media-Buttons, Downloads und drei Kontaktwegen wählen muss, wählt er oft gar nichts. Entscheide dich für eine Aktion und mach sie auf jeder Seite sichtbar.
Eine Website ohne klare nächste Handlung ist wie ein Ladengeschäft ohne Kasse.
5. Sind Impressum und Datenschutz aktuell?
Das ist Abmahn-Risiko Nummer eins bei mittelständischen Unternehmen und Einzelunternehmern. Wenn deine Rechtstexte seit zwei Jahren oder länger niemand geprüft hat, stimmen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr: neue Tools, neue Cookies, neue Anforderungen. Einmal im Jahr prüfen lassen ist deutlich günstiger als eine Abmahnung.
6. Findet Google dich?
Seitentitel, Meta-Beschreibung, Google Business Profil – ohne diese drei Dinge bist du für Google praktisch unsichtbar, egal wie schön die Seite ist. Der Schnelltest: Gib bei Google deinen Firmennamen plus Ort ein. Kommst du nicht auf der ersten Seite, lies Google findet deine Firma nicht? – da stehen die fünf häufigsten Ursachen.
7. Wann warst du zuletzt wirklich online?
Ein Design von 2018 wirkt 2026 wie ein verstaubtes Ladengeschäft. Das heißt nicht, dass du alle zwei Jahre neu bauen musst. Aber aktuelle Fotos, ein Hinweis auf das letzte Projekt oder ein neuer Beitrag zeigen: Hier arbeitet jemand. Eine Seite, auf der die letzte Neuigkeit drei Jahre alt ist, sagt das Gegenteil.
Und jetzt: Wie viele Punkte erfüllst du?
Sechs oder sieben: Glückwunsch, deine Website arbeitet. Vier oder fünf: Es lohnt sich, die offenen Punkte in den nächsten Wochen anzugehen – Ladezeit, Updates und Rechtstexte übernehme ich im Website-Support pauschal. Unter fünf: Schreib mir kurz per WhatsApp, welche Punkte fehlen – ich schau mir die Seite an und sag dir ehrlich, was zuerst dran ist. Kostenlos, ohne Verkaufsgespräch.










