Es ist Montagmorgen, du klickst auf „Jetzt aktualisieren“ – und plötzlich ist deine Website weg. Weißer Bildschirm. Oder diese nette Meldung: „Es gab einen kritischen Fehler auf deiner Website.“ Willkommen in der Sprechstunde. Die gute Nachricht: In 9 von 10 Fällen ist das in einer Viertelstunde behoben.
Warum WordPress-Updates überhaupt schiefgehen
WordPress selbst ist stabil. Das Problem sind fast immer Plugins oder Themes, die nicht mit der neuen Version mithalten. Besonders kritisch: PHP-Updates beim Hoster, alte Page-Builder und Plugins, die seit Jahren keinen Entwickler mehr gesehen haben.
- Ein Plugin nutzt eine Funktion, die es in der neuen Version nicht mehr gibt
- Zwei Plugins kommen sich in die Quere
- Das Theme ist zu alt für die aktuelle PHP-Version
Schritt 1: Ruhe bewahren und die Mail suchen
Seit WordPress 5.2 verschickt deine Seite bei einem kritischen Fehler automatisch eine E-Mail an die Admin-Adresse. Darin steht ein Link in den Wiederherstellungsmodus. Über diesen Link kommst du ins Backend, auch wenn die Seite selbst nicht mehr lädt – und WordPress sagt dir sogar, welches Plugin den Fehler verursacht.
Schritt 2: Plugin deaktivieren
Im Wiederherstellungsmodus deaktivierst du das markierte Plugin. Seite neu laden – in den meisten Fällen ist sie jetzt wieder da. Keine Mail bekommen? Dann per FTP oder über den Dateimanager deines Hosters in den Ordner wp-content/plugins gehen und den Plugin-Ordner umbenennen, z. B. in pluginname_alt. Das deaktiviert das Plugin sofort.
Ein deaktiviertes Plugin kostet dich für ein paar Stunden eine Funktion. Eine Website, die offline ist, kostet dich Kunden.
Schritt 3: Ursache beheben statt nur verstecken
Jetzt prüfst du, ob es für das Plugin ein Update gibt. Falls ja: aktualisieren und wieder aktivieren. Falls das Plugin seit über einem Jahr nicht mehr gepflegt wurde, brauchst du eine Alternative – das ist der Punkt, an dem viele meiner Kunden mich anschreiben.
Schritt 4: Nie wieder ohne Netz updaten
Richte dir ein Backup-Plugin ein, das vor jedem Update automatisch eine Sicherung anlegt. Oder nutze die Staging-Funktion deines Hosters. Dann ist das nächste Update ein Klick und kein Risiko mehr. Und wenn die Seite wieder läuft, lohnt sich ein Blick auf den Rest: Im Website-Check in 7 Punkten siehst du in einer Minute, wo sie sonst noch bremst.
Du willst das nicht selbst machen? Im Website-Support übernehme ich Updates, Backups und die Kontrolle danach – pauschal und ohne Ticketsystem.










